Skitour Rote Wand 2.217 m.ü.d.M ab Wattenberg – Gasthof Mühle 1.003 m.ü.d.M

Tirol ist auch dieses Wochenende mit Nebelschleier überzogen, und da wir aus unseren Fehlern lernen, haben wir die Rote Wand am Wattenberg in den Tuxer Alpen als heutiges, lohnendes Touren-Ziel gewählt.Wir parken beim Gasthof Mühle auf 1.003 m.ü.d.M und marschieren los. Man könnte auch links der Bank die Straße weiterfahren bis zum Parkplatz der Rodelbahn Kreuztaxen auf ca. 1300 m.ü.d.M. und von dort loslegen.Wir ziehen es jedoch vor, über die bewohnten Wiesenhänge aufzusteigen, auch wenn wir dabei das eine oder andere Hindernis überwinden mussten. Besser man geht vom Gasthaus Mühle noch 5 Min. die Straße weiter, und startet erst nach dem kleinen Bach ;°)Im nachhinein hätten wir die Route durch den dichten steilen Wald ein wenig optimaler gestalten können, zum Beispiel über den komfortablen Forstweg Richtung Kreuztaxen wie in bergsteigen.com beschrieben, aber…wir stehen mehr auf die direkte Variante des Aufstiegs, die uns den wunderschönen Wald im Nebelschleier von seiner rauhen Seite zeigt.
Immer die bestens präparierte Forststraße (Rodelbahn) kreuzend steigen wir hoch, um uns ein Bild über Abfahrtsmöglichkeiten zu machen. Der Wald ist ganz schön steil und dicht bewachsen.
Und plötzlich kamen wir heraus aus der Nebel-Suppe. Traumhafte PULVER-Hänge dieser einzigartig schönen Landschaft taten sich vor unseren grinsenden Gesichtern auf.  Bei schönem Wetter hätte man von hier aus einen wirklich schönen Ausblick auf das Inntal, aber  heute versinkt es in einer dichten Nebel-Suppe.Oberhell – das ist immer ein ganz besonders schönes Gefühl! Schnee hat es ausreichend und wir befinden uns bereits quasi im Zielschuß.Doch was ist das? Es gibt sie doch, die Schneehasen von denen Phil immer zu spricht. Hier wohnt einer, ganz bestimmt! Wir spüren direkt Phil´s aufkommenden Jagdinstinkt endlich ein Foto dieser Spezies zu knipsen, aber leider wird das heute auch wieder nichts ;°) Es bleibt bei den Spuren.Das Gipfelkreuz ist schon zu sehen, während wir über den flachen Rücken in angenehmen Tempo aufsteigen. Wir stehen auf einem fast schon exclusiven Zapfen auf 2.217 m.ü.d.M, im Sonnenschein bei bester Laune und quasi vor der Haustüre. Traumhaft!

Für die ca. 1.250 HM brauchten wir 2 Std. 50 Min.

Selten ist ein Foto oberhalb vom Gipfelkreuz möglich, hier schon. Denn der höchste Punkt würde einige Meter weiter auf 2.252 m.ü.d.M liegen aber die Tour ist hier zu Ende.  Nun geht es wieder ab in den Nebel. Auf den Hängen liegt PULVER vom feinsten, wir gleiten nur so dahin.
Rein in die Nebelsuppe, mal schauen was die Abfahrt bringt ;°) Nebel bringt sie natürlich, aber auch feinsten Pulver und schöne Bilder!

Silent-Pulverabfahrt

Zwischendurch verzieht sich der Nebel und gibt den Blick freiauf geile Wald-Passagen…..und weite Lichtungen zum spielen und austoben! Phurba kommt heute auf seine Kosten.
Wie beim Aufstieg, meiden wir auch bei der Abfahrt den Forstweg und wählen die Premium-Abfahrts-Variante durch dichtesten Wald. Günther wartet mal vorsichtig ab, ob es ein Weiterkommen gibt.Manchmal hatte ich das Gefühl es ist dann doch ein wenig zu viel des Abenteuers, aber….die Freude überwiegt in jedem Fall an einem so schönen Tag wie diesen!Die letzten paar Hindernisse, die wir noch vom Aufstieg kennen sind auch kein Problem!Auch wenn aus dem Pulver bereits Harsch wurde. Wir müssen im Schlussstück ein-zweimal bei Staßen-Querungen die Ski abschnallen…bis wir an einen Punkt gelangen, wo es 5 Minuten vor dem Gasthof Mühle nur mehr zu Fuß ein Weiterkommen gab. Wir, die Mitglieder des Bergsportverein Höhenmeter genießen nach der Tour noch ein alkoholfreies Weizenbier und das schöne Leben überhaupt!

Das nächste mal möchte ich diese Tour über Kolsassberg gehen, das sollen die Hänge noch besser sein ;°)

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