Klettersteig – Innsbrucker Hütte 2.370 m.ü.d.M auf Ilmspitze 2.692 m.ü.d.M, und Kalkwand 2.564 m.ü.d.M ab Ghf. Feuerstein

Was für ein grandioser Vorschlag von Phurba den Klettersteig auf die Ilmspitze zu gehen. Ich hätte den kleinen und großen Lafatscher in Betracht gezogen, aber der Reiz eines Klettersteiges überwiegt. Beim Gasthof Feuerstein wird geparkt und zeitig auf die Innsbrucker Hütte losmarschiert. Die drückende Hitze der letzten Tage ist schon sehr früh am Morgen spürbar, sogar der Wald fühlt sich an wie eine Sauna, er riecht aber erheblich besser ;°)Nach ca. 1 Std. sehen wir links ganz klein die „Innsbrucker Hütte“. Den Habicht lassen wir im wahrsten Sinn des Wortes links liegen, denn unsere heutigen Ziele heißen „Kalkwand“ (der große in der Mitte) und die „Ilmspitze“ (der spitze Zapfen rechts), der überall als schroffes, fast unbezwingbares Wahrzeichen beschrieben wird, und am Talschluß des Pinnistales empor ragt. Ganz rechts im Bild sieht man noch die Kirchdachspitze.Nach 1 Std. 30 Min. und ca. 1.100 Hm im Aufstieg, queren wir die „Innsbrucker Hütte“ unter dem beeindruckenden „Habicht“, den ich 2015 das letze Mal gegangen bin, nach rechts zum beschilderten Ilmspitz Klettersteig.Der Steig über den schroffen Falkenstein geht sich bestens und ist manchmal angenehm kühl. Die gesamte Tour ist sehr gut markiert, die Dolomiten artige Bergwelt hier sieht einfach super aus.

ganz entspannt und ohne viele Höhenmeter geht es dahin….  bis wir die Abzweigung zwischen Kalkwand und Ilmspitz Klettersteig erreichen. Wir gehen gleich zum Klettersteig, die Kalkwand nehmen wir auf dem Retourweg mit.Da lacht er uns auch schon von Weitem entgegen….
der wirklich beeindruckende Zapfen. Ehrlich gesagt fragte ich mich bei diesem Anblick schon wie man da überhaupt rauf kommen kann. Aber man kann, denn vor über 30 Jahren haben ein paar echte Helden die gefinkelte Route gelegt, und Stahlseile montiert. Dank und Anerkennung!

Bei der Hütte, dem Einstieg zum Klettersteig gebe ich mir noch eine Minute der Besinnung, und denke so bei mir… wie schön es ist, dass es hier eine Notunterkunft gibt ;°) Der Blick zurück auf die Kalkwand.Wie in der Topo von Bergsteigen.at beschrieben, geht es gleich beim Start mit einer D-Stelle los. Wo die aber genau war kann ich leider nicht ganz beurteilen, der Steig ist sehr gut angelegt und…wer mit schroffem bröseligem Gestein umgehen kann dürfte in jedem Fall seinen Spaß haben.

Phurba hier ganz vorbildlich beim „Spreizschritt“ …
der von oben dann so aussieht. Macht richtig Spaß hier rum zu klettern….ein echter Spielplatz für Klettersteig Liebhaber. Dieser hier wird nicht zu unrecht als einer der schönsten bezeichnet. Da kommt schon mal die Frage auf warum wir den ganzen Tag fast keine Menschen Seele gesehen haben.

Die Ilmspitze auf 2.692 m.ü.d.M. Dieser Zapfen ist ein wirklich schönes Ziel für alle die der schroffen Natur etwas abgewinnen können. Wir brauchten für die ca. 400 Hm in ausgesetzter Kletterei von der Innsbrucker Hütte aus 1 Std. 30 Min.Phurba genießt die Aussicht auf die beeindruckende „Kirchdachspitze“, die wir 2014 genießen durften. Nirgend wo kann er besser Kraft für den Alltagsstress tanken, als hoch oben auf massivem Fels.
Wir bleiben eine ganze Weile, und ich darf sogar ein kleines Schäfchen machen! Mit Blick auf die Kalkwand, die wir heute noch mitnehmen möchten geht es wieder abwärts.
In den Topos wird es schon erwähnt, aber schnell wird klar, dass der Abstieg mindestens genau so anspruchsvoll und abenteuerlich wie der Aufstieg ist!

Der Berg ist ein echter Brösel-Haufen, und bei der einen oder anderen Stelle würde man sich eine Seilsicherung wünschen. Ja, hier geht es wirklich lang, der Steig ist kaum zu sehen. Wir fühlen uns wie auf einer Mars-Mission.
In den Topos wird vor „Altschneefelden“ gewarnt. Auch die haben wir gefunden und vorsichtshalber umrundet.Spannend wurde es auch als Phurba meinte „Oha, damit habe ich jetzt aber nicht gerechnet“ Gemeint war der steile mit Klammern gespickte Pfeiler, der ohne Sicherungsseil…
der aber mit ein wenig Feingefühl und Abenteuerlust auch seine Reize hat. Wer möchte kann sich ja auch bei den Klammern sichern.

Die Kalkwand sieht aus, als wäre sie noch ewig weit entfernt, aber… es dauert keine 20 Minuten bis…man auch hier die Aussicht genießen,  und seine Akkus aufladen kann.

Wir sind rundum glücklich und zufrieden, und zumindest ich auch ganz schön erledigt. Was für ein traumhafter, wenn auch erdrückend heißer Tag hier oben. 250 Hm mussten wir beim Rückweg im Gegenanstieg noch mal drauflegen. Von der Ilmspitze bis zur Kalkwand brauchten wir ca. 1 Std. Beim Anblick der Innsbrucker Hütte wurde mein Verlangen nach einem kühlen prickelnden Radler, der durstlöschend durch meine Kehle rinnt derart groß, dass sich Phurba zu einer kleinen Rast überreden ließ.Der Abstieg sollte nicht unterschätzt werden, denn die Tour ist mit gesamt 1.750 Hm im Aufstieg bei ca. 19 Km Weglänge in teilweise abenteuerlicher und ausgesetzter Weise ganz schön anspruchsvoll für Geist und Körper.

Ein super Klettersteig für alle, die von der Abenteuerlust getrieben sind!

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