Aspach Hütte – Hohe Warte 2.596 Hm – kleiner Solstein 2.637 Hm – großer Solstein 2.541 Hm – Magdeburger Hütte

Gestern besuchte ich in der Alpin Messe Innsbruck einen Work Shop über Notbiwak bauen und ließ mich in die Kunst des Ski Service einweihen. Die drei Weizen nach der Messe hätte ich mir erspart wenn ich gewusst hätte, dass aus unserer geplanten Tour auf die „Hohe Warte“ ein Gewalts-Marsch werden würde.   Wir starteten um 08:00 Uhr beim Gasthof Berchtolds Hof in Allerheiligen.

Der Weg auf die „Hohe Warte“ verläuft ca. 2 Stunden lang auf schönen Alm Wegen über den „Rauschbrunnen“ zur „Aspach Hütte“, dann folgt schroffes Gelände, der Steig ist aber gut markiert.

Nachdem uns Holzi für diese Tour im Oktober mit 3 Stunden 25 Minuten eine super Zeit vorgelegt hatte, musste ich die letzten 100 Hm auf den Gipfel regelrecht laufen um mir nicht bis an´s Ende meines Lebens anhören zu müssen, dass er schneller war als ich.

Aussicht vom Gipfel der „Hohen Warte“ in Richtung „kleiner Solstein“, Martin war wegen dem Foto (oben) zurückgeblieben, er braucht keinen Vergleich, er ist außer Streit ohnehin der schnellste.

Nach ca. 3 Stunden 15 Minuten und 1.900 Hm war die erste Etappe erreicht, der fantastische Blick auf den kleinen Solstein machte uns aber gierig auf mehr (Berg). Ohne Seil im Gepäck einigten wir uns darauf die Überschreitung über den Grat zu versuchen, bei Schwierigkeiten aber sofort und ohne Diskussion umzudrehen.

Von der „Hohen Warte“ auf den „kleinen Solltein“ gibt es keine Wegmarkierung, aber markante Schlüsselstellen wie die sind schon von weitem sichtbar. Diese hier könnte man auch etwas unterhalb umgehen, die nächsten aber

sollte man „drauf“ haben, ansonsten würde ich dringend abraten diese Überschreitung zu planen. Einen Helm würde ich beim nächsten Mal in jedem Fall mitnehmen. Der Fels ist bröselig und jeder Tritt oder Griff muss zweimal geprüft werden!!! Mit etwas Gespür und „Erfahrung“ sollte es aber kein Problem sein …….

den Gipfel des kleinen Solstein gesund und munter zu erreichen! Wir brauchten für den Grat etwas mehr als 1 Stunde.

Diese Bergdole wird getragen von Gebirgswinden und wartet auf einen Anteil an meiner Jause. Wunderschönes Bild von Martin das mich an meinen Eintrag  „Leben in Gele“  erinnert, der meine Gedankenwelt ein wenig wiederspiegelt.

Vom „kleinen Solstein“ führte uns der Weg, man ahnt es schon, auf den „großen Solstein“. Anfangs noch ein wenig anspruchsvoll, aber später dann doch

 mit gut gesichereten Passagen erreichten wir den …………

 „Großen Solstein“ nach ca. 6 Stunden und etwas mehr als 2.400 Hm.

Nachdem wir feststellen mussten dass das „Sollstein Haus“ bereits geschlossen hatte, trieb uns mein Hunger nach Nahrung in Richtung „Magdeburger Hütte“ über den ……………

„Stiften Steig“. Sehr schön gelegen mit super Ausblick und einem weiteren gesicherten Steig, aber dann doch noch ziemlich weit bis zur Alm…..

wurde ich, nach 8 Stunden Gehzeit und nur „2 Snacks“ im Bauch vom Hunger getrieben bereits etwas ungeduldig als ich feststellte, dass auch diese Hütte geschlossen hatte.

Nach 9 Stunden und 20 Minuten Marsch und knapp 2.500 Hm fühlten sich die Bänke des Bahnhof Hoch Zirl an wie Sofas, die ÖBB brachte uns dann auch gleich zum Bahnhof „Allerheiligen Höfe“ wo wir in 5 Minuten Gehzeit wieder beim Berchtoldshof, und somit auch beim Auto ankamen.

Wie immer werde ich nicht müde zu erwähnen, dass es mich glücklich macht als Tiroler auf die Welt gekommen zu sein!

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