Hochskitour Winnebacher Weißkogel 3.182 m.ü.d.M

Anstieg zum Westfalenhaus 2.273 m.ü.d.M

Heute ist der letzte Tag unseres Kurzurlaub in den Stubaier Alpen. Dem Wetterbericht nach müssten wir eigentlich schon zu Hause sein. Wir stellten gestern nach dem Hohen Seeblaskogel jedoch wortlos die Bretter in den Skiraum, hängten die Tourenskischuhe auf den Trockner und erwähnten mit keinem Wort eine Heimreise. Der heutige Tag sollte uns auf den Winnebacher Weißkogel bringen.

Die ganze Nacht klapperten die Fensterläden da der kalte Wind nicht aufhörte über den Berg zu streifen, am Morgen passte das Wetter dann aber doch. Damit durften wir eigentlich nicht rechnen.

Der Harschdeckel war bockhart und knirschte unter unseren Skiern. Aber die Sonne scheint.

Martin war immer überzeugt dass das Wetter heute passt, aber das will nichts heißen. Würden wir mitten in einem brennenden Wald stehen würde er nur sagen: „jetzt kommt bestimmt ein Platzregen“

Wie auch immer, wir waren heute zum dritten mal hintereinander auf dem Weg eine Hochtour über 3tausend zu machen. Da grinst nicht nur unser Wetterprophet.

Ich dachte immer der Winnebacher Weißkogel liegt gleich hinter dem Westfalenhaus, das war ein Irrtum. Es ist doch ein Stück weiter als gedacht.

Gestern hat die Sonne für einige kleine Schneebretter gesorgt.

In gleichmäßigem Schritt erreichen wir das Winnebachjoch. Von hieraus kommt man zur Winnebachseehütte, oder umgekehrt kommen von hier auch viele auf den Winnebacher Weißkogel. Und weiter geht es in Richtung Gipfel, bei dieser Umgebung vergeht die Zeit wie im Flug. Wir nähern uns schon dem Gipfel.

Hier sitze ich und warte auf Holzi, wir sind kurz vor dem Gipfelkreuz.

Was sind wir nur für glückliche Menschen. Wer diesen Blog liest interessiert sich für „Berg“ und kann, wenn auch vielleicht nur im Ansatz verstehen, wie gut sich ein Gipfelkreuz anfühlt. Für die 950 Hm brauchten wir lockere 2 Std. 10 Min. ohne Stress.

lange verweilt man ja nie auf einem Gipfel. Nicht dass wir für andere hätten Platz machen müssen, aber heute geht es ab nach Hause.

Holzi findet seinen Adrenalinstoß beim Abstieg wie auch schon beim Aufstieg. Tolles Bild.

Aber noch besser finde ich diese Bild. Es muss in meinen Artikel „Die besten Bilder“

Wir machen uns bereit für die Abfahrt. Ab in den Hochalpinen Vergnügungspark.

Kannst du den Duft des freien Skiraumes riechen, der Harschdeckel ist nicht mehr besonders hart, die Abfahrt ist auch heute wieder ein Traum.

Ein letzter Blick zurück, während wir uns der Abfahrt hingeben pilgern noch etliche Skitourengeher zum Gipfel.

Irgendwann ist auch der schönste Tag zu Ende, wir erreichen das Westfalenhaus, essen noch eine Suppe, zahlen unsere Zeche und machen uns auf den Weg nach Hause.

Der Schnee nach dem Westfalenhaus war nicht von schlechten Eltern, machte richtig Spaß.

Wie ein Damoklesschwert hing das schlechte Wetter die drei letzten Tage über uns, aber als es wirklich kam ermöglichte es uns durch Kälte und den frischen Schnee die Abfahrt bis zum Parkplatz nach Lüsens.

Ab und Tschüss, bis zum nächsten Gipfelsturm.

 

Ein Kommentar

  • martin

    hallo jungs, das war echt hammergrenzgenial und das wetter erst…:-) das müssen wir so schell wie möglich wiederholen!!!!!!!!!!!!!
    glg martin

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.