Skitour Malgrübler 2.749 m.ü.d.M über Voldertal 1.300 m.ü.d.M

Die Lawinen-Situation hat sich beruhigt, das Wetter ist prächtig und wir haben Lust auf eine ruhige besinnliche Tour durch das wunderschöne Voldertal auf den Malgrübler, der  zwischen dem Haneburger und dem Sunntiger gelegen auf uns wartet. Unsere Aufstiegsspur liegt südlicher der vorgegeben Route, nördlicher fuhren wir ab.

Um 07:10 parken wir zeitig unterhalb der Voldertal Hütte auf ca. 1.300 m.ü.d.M soweit uns Phil´s Luxusschlitten bringen konnte. Der Blick in den Kofferraum war ernüchternd. Vier Personen aber nur drei Paar Ski haben es bis hier her geschafft :°( daher….Um 08:20 parken wir einige Zeit später noch einmal unterhalb  der ……. aber nun mit vier Paar Ski im Kofferraum ;°) Auf der leicht ansteigenden geraden Forststraße, vorbei an der Voldertal Hütte und dem Nößlach Parkplatz (im Winter geschlossen), gehen wir neben prächtigen Wochenendhütten gemütlich durch die beeindruckenden Tuxer Alpen.

Um uns die Harscheisen zu ersparen wählen wir den flachen südseitigen Aufstieg, denn durch Regen, Wind und Kälte ist der Schnee stahlhart gefroren. Es dauert ganze 45 Minuten bis zur ersten Kehre, die uns auf die Vorberg Alm auf 1.668 m.ü.d.M bringt. Oberhalb der Alm zweigen wir rechts ab und uns erwartet…Ein super angenehmer Aufstieg durch offene Wälder.Oberhalb der Waldgrenze sieht man wunderschön geformte Schneedecken, der Wind hat hier ganze Arbeit geleistet. Wir achten trotz LWS II darauf die Route sicher zu wählen, denn es gibt reichlich Stellen mit ordentlich viel Schneeverwehungen.Aber irgendwann kommt der Moment wo man sich wirklich sicher fühlt, spätestens als die Schneedecke nur mehr 20 cm dick und stahlhart ist ;°)Prächtig ragt der Sunntiger hervor. Im Sommer 2013 sind wir diese Bergkette vom Largoz bis zum Malgrübler gegangen, die Überschreitung von der Naviser Sonnenspitze bis zum Malgrübler werden wir heuer nachholen Freunde.
Vom hier sieht man auf meine Heimatstadt Hall in Tirol, und kann gut meine Trainingsrunde – Hochmadkopf/Haller Zunterkopf/Thaurer Zunterkopf – sehen. Ich freue mich im herrlichen Winter schon wieder auf den herrlichen Sommer, was hab ich doch für ein schönes Leben :°) Tja, der Wind ist der Baumeister der Lawinen! Der Schnee der hier fehlt machte uns als eingewehte Hänge im Aufstieg die eine oder andere Sorge. Wir nehmen es sprichwörtlich sportlich… schultern zwei drei Mal die Ski und marschieren die aperen Stellen zu Fuß. Was für ein schöner Zapfen den ich heute mit dem harten Kern des Bergsportverein Höhenmeter teilen darf! Überrascht wurden wir von den vielen Berglern, die vom Gasthof Haneburger über das Wattental aus diesen Gipfel stürmten. Das Voldertal war Menschenleer.

Für die ca. 1.450 Hm brauchten wir bei ca. 7,5 Km Länge ca. 3,5 Stunden im Aufstieg.
Wahnsinns Ausblick bei Pracht Wetter!Als sich der Gipfel mit vorwiegend Bayrischen Landsleuten füllt machen wir uns auf den Abstieg… Phurba und ich verweilen noch ein paar Minuten unterhalb des überfüllten Gipfel um die starke Energie zu tanken, die uns Mutter Erde heute abgibt. Ein angenehmes Prickeln läuft uns über den Rücken, lässt uns unsere Mitte finden und glücklich erstarren.

Für ungläubige Freunde die dabei an Erdmännchen denken – zu eurem Nachteil habt ihr den wahren Grund, der euch immer wieder in die Berge zieht scheinbar noch nicht ausreichend hinterfragt – man kann aus Mehl auch Kuchen backen ;°)

Silence Harschdeckel Abfahrt-PictureDer Wald zeigte sich gnädig und gab unter dem Harschdeckel feinsten Pulver frei..Glück gehabt, denn sonst hätte ich nach meiner Kollision mit einer Hüfthohen Fichte blaue Flecken anstatt Schnee im Gesicht ;°)Wir finden quer durch den Wald zielstrebig wieder zur Vorberg Alm, die sich noch mal von ihrer schönsten Seite zeigt. Ein Kunstwerk von einem Foto Phil! Nicht wirklich prickelnd fährt es sich auf dem stahlharten Forstweg retour, aber dieser perfekte Ski-Touren-Tag lässt kein Spiel für schlechte Laune! Vom Gasthof Haneburger auf den Haneburger wäre noch offen Freunde!

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