Klettersteig – Dain Picol (971m) über Ferrata „Rino Pisetta“ am Gardasee

Drei gebuchte Urlaubstage und plötzlicher Wintereinbruch in Nordtirol! Es blieb nur noch die Flucht in den Süden.  Wir suchten uns zwei Klettersteige rund um Riva aus dem Netz, Zelt und Rucksack in das Auto, nur weg vom Schnee der zum Skifahren noch nicht taugt. Kaum über dem Brenner stieg das Thermometer rasch an, am Gardasee hatte es dann noch unglaubliche 25 ° im Schatten. Hier macht der Sommer Herbsturlaub!

 

 

 

Der Weg zum Klettersteig „Rino Pisetta“ beginnt am Ende von Sarche, oberhalb der Bocca Bahn neben der Schule. Die genauen Touren Daten findet ihr hier Das Schild ist gut sichtbar.

 

 

Bis zum knackigen Einstieg brauchten wir für die 270 Hm ca. 30 Minuten, die durch einen gut Beschilderten Waldweg nach oben führen. Es geht gleich richtig ab, die Italiener verschwenden keinen Höhenmeter in die Horizontale. Aber wer den Einstieg übersteht und noch über einige Kraftreserven verfügt, den erwartet ein „giorni spettacolare“!!!

Gestern steckte Martin auf der Seegrube noch bis zum Bauch im Schnee, heute lässt er sich die Sonne auf den Bauch scheinen, eine richtige Alpen-Kneipp-Kur!

In Richtung  Dain Picol zerrt die Schwerkraft nach unten, wer die Beine nicht optimal einsetzt, der braucht viel Kraft in den Armen.

Bei dieser Stelle sind die Beine schwer am suchen, aber das eine oder andere Steinchen findet sich dann doch für besseren Halt.

Steile glatte Wände mit Blick auf den Lago Toblino. Fantastischer Ausblick in traumhafter Kulisse.

Hey Martin, alles va bene? Siehst du mich, ich bin hier oben :°)

Im Hintergrund lockt der Gardasee.

Mit ein paar Kilo zu viel auf den Rippen oder zu breiten Schultern passt man hier nicht durch, Martin hat des aber trotz Bierbauch knapp geschafft.

Wer Gipfelsiege liebt sollte diese Stelle kurz vor dem Ziel genießen, sieht doch nach Gipfel aus, oder?

Nach ca. 1 Std. 50 Min und ca. 500 Hm angekommen auf dem „Dain Picol“, erwartete uns eine Parkbank und ein breiter Spazierweg zurück in das Tal. Das schöne wilde Kletter Abenteuer nimmt hier ein jähes Ende, die starke Oktober Sonne lässt uns den Erfolg so richtig genießen.

 

 

 

 

 

 

Am Ende des Waldweges kann man über die asphaltierte Straße von Ranzo, oder aber links über einen, mit blauen Strichen markierten, wilden steilen Steig, zum Teil über Schotter und Steintreppen wieder zum Ausgangspunkt zurückkehren.

Am Campingplatz „Europa“ in Torbole verpflegten wir unsere Körper mit dem Notwendigsten, denn morgen möchten wir noch den Klettersteig „Via dell’Amicizia“ besteigen.

 

 

 

 

Ein Kommentar

  • Furzer

    Flaschenhaltung perfekt, habts a schönes Tagerl gehabt!
    Gratuliere – hab nachgesehen, das ist ein schwieriger Klettersteig, da werden die Muckis geglüht haben…

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