Hochtour Wilder Freiger 3.418 m.ü.d.M

Whow eines vorweg, die heutige Tour war seit langen wieder mal eine richtige Konditionelle Herausforderung.  Der Wunsch einer Hochtour auf den Wilden Freiger über den Lübecker Weg kam von Markus, der uns schon einige Male auf die Berge begleitete.

Und da sind wir auch schon um 06:30 Uhr beim Start zur Sulzenauhütte. Es regnet bereits seit den frühen Morgenstunden, aber oben wird aus Regen Schnee und der tut bekanntlich nicht weh! Die genaue Wegbeschreibung findet ihr hier!

Der naturbelassener Blick rechts auf die Sulzenaualm, und über dem Wasserfall sieht man die Sulzenauhütte 2.191 m.ü.d.M. Ein lohnendes Ziel wenn man mit Kids unterwegs ist und ein wenig klettern möchte.

Auf der Sulzenauhütte gibt es eine Banane für Markus, und weiter geht es ………….

über die blaue (grüne) Lacke …………

Richtung Fernerstube …………

bis zum Anseilplatz auf ca. 2.800 m.ü.d.M.

Sollte ich bei gleichen Verhältnissen diese Tour noch einmal gehen, würde ich die Gletscherausrüstung zu Hause lassen und dafür den Helm mitnehmen. Bei so einer langen Tour drückt jedes Gramm, die Spalten waren sehr gut sichtbar, aber bei der Kletterpassage ist mir der Helm richtig abgegangen.

Wie immer führt Phurba die Seilschaft, heute bei sehr schlechter Sicht und leichtem Schneetreiben. Aber die Sonne ist nah und lächelt manchmal durch den dicken Nebel.

An dieser Stelle suchten wir eine halbe Stunde den Weg und dachten schon an Abbruch, aber zu unserer großen Freude tauchte eine Seilschaft von der Müller Hütte kommend aus dem Nebel auf, und bescherte uns eine frische Spur im Schnee! DANKE

Seit dem Aufbruch hat Phurba das Seil getragen, hier war ich mal an der Reihe. Eine halbe Stunde hielt ich durch, aber nach 6 Stunden Gehzeit und nichts im Magen außer einem Müsli um 05:00 Uhr Morgens war ich mehr als dankbar dass Phurba das Seil ohne Klagen wieder an seinen Rucksack schnürte.

Diese Tour ist genau nach unserem Geschmack, hatschen, kraxeln und ein Wetter das uns die Natur so richtig spüren lässt.

Aber der Juchezer beim Anblick des heute so schwer erkämpften Gipfel war lauter als sonst!

Oft kommt es nicht vor, dass ich mich auf dem Gipfel vor lauter Erschöpfung nicht rühren kann und nur in den Himmel starre, aber……….

was ich zwar nur sehr kurz, aber trotzdem sehen konnte machte mich sehr zufrieden. Körperlich ausgelaugt lässt die Sonne umrahmt von wunderschönen Schneekristallen fast an Gott glauben.

Nach fast 7 Stunden Gehzeit und 1.900 Hm ein schwer verdienter Gipfelsieg  auf 3.418 m.ü.d.M!

Das findet auch Phurba der sich auch von der fehlenden Fernsicht nicht die Laune verderben lässt.

Retour nehmen wir den gleichen Weg, diesmal zieht der Rucksack wenigstens in die richtige Richtung.

Bei diesem Anblick kann man sich gar nicht vorstellen dass man noch vor wenigen Tage bei 30° im Schatten schwimmen war, tja man muss halt flexibel sein!

Ein Tipp unter Alpinisten, „Don´t eat yello snow“!

Schaut ihn euch an, seit 9 Stunden am Weg, immer das Seil im Rucksack und frisch wie ein Teenager kurz vor dem Ausgehen. Ich kenne keinen Menschen mit so viel Kraft und Lebensfreude wie Phurba! Er trägt seinen Spitznahmen nicht ohne Grund!

Die heutige Tour sollte incl. Pausen 11 Stunden 30 Minuten dauern bis wir völlig erschöpft am Parkplatz angekommen sind.

Die Karre von Markus hatte defekte Bremsen und zog es vor selbst nach Hause gefahren zu werden. Markus bewies heute Nerven aus Stahl und ließ sich nie aus der Ruhe bringen, er hat uns heute auch bewiesen dass er ein 100% Bergkamerad ist der keinen im Stich lässt. DANKE

Ein Kommentar

  • martin

    nicht dass du meinst, ich gebe nach so einer tour nicht meinen senf dazu…., aber ich habe den eintrag erst einmal auf mich wirken lassen müssen….
    wow…..,
    was für eine tour
    was für ein tag

    und so viel schwerer war mein rucksack auch net als deiner, aber trozdem vielen dank für die komplimente!!! 🙂

    und ich freue mich schon rießig auf das kommende wochenende, denn da heißt es wieder: berg gehen!! jippie!!!!
    und das berggehen hat mir noch nie so viel freude gemacht, wie jetzt!

    danke
    glg phurba

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