Skitour Sattelberg 2.115 m.ü.d.M X2

Seit Tagen herrscht LWS III also Erhebliche Lawinengefahr aber wir wollen frische Luft schnappen, der Sattelberg ist ideal bei diesem Sauwetter.

Heute bin ich mit Phurba und Phil am Weg, Holzi fällt aus. Wir starten erst um 08:45 da einige von uns gestern lumpen waren ;°)Die Tiroler Bergrettung hat heute Großübung wegen idealer Bedingungen, denn es regnet, der Wind bläst oder besser gesagt stürmt, und wie gesagt es herrscht LWS IIIWarum den Aufstieg über die Piste wählen wenn man sich ganz wunderbar und entspannend durch den Wald bewegen kann.Gegen die letzen Winter liegt heuer ausgezeichneter Schnee, und davon auch noch reichlich.Das warme Wetter heute hat seine Tücken. Wir müssen die Felle wachsen, denn da klebt inzwischen mehr Schnee darauf als hier die letzten Jahre hier gelegen ist. Für einen Dynafit-Läufer hat Phil ganz ordentliches Equipment im Rucksack, Danke.Diese zauberhafte Atmosphäre im Wald ist für unseren Energiehaushalt ideal.
Aber oberhalb der Baumgrenze brauchen wir von dieser Energie gleich wieder ordentlich etwas zurück, der Wind bläst uns um die Ohren, Nebel zieht auf und wir sehen kaum etwas. Warum auch immer wir bis zum Gipfelkreuz hochsteigen ist mir ein Rätsel, denn heute bläst der Wind nicht, nein es herrschen Orkanartige Bedingungen. 

Ein Gipfelfoto ist schon eine richtige Herausforderung.

Für die 925 Hm brauchten wir ca. 1 Std. 40 Min.

Bei diesem Wind ist ein umziehen oder abfellen unmöglich, ein zwei Fotos und ab durch die Mitte, wir fellen weiter unten ab.  Obwohl es die ganze Zeit leicht regnet und ein kalter Wind über die Piste pfeift fährt es sich richtig gut ab, denn der Wirt hat mit der Pistenraupe nachgeholfen.Als Phil und Phurba bei der Anfahrt meinten, wir müssten wieder mal ein paar Höhenmeter mehr machen um nicht aus der Übung zu kommen glaubte ich nicht daran, aber als wir unten auffellten und erneut losmarschierten wusste ich es besser, wir gingen ein zweites mal rauf.Dabei wurde Phurba zum Künsterl…. und Phil überrascht wieder mit seinem Handwerklichem Geschick. Seine Gekko Felle wurden beim zweiten mal anlegen nass und halten nicht mehr,  er umwickelt seine Bretter mit Draht und das hält bis oben!Die Freude über diese wunderschöne verschneite Natur ist gleich groß wie das erste Mal, als wir heute hier vorbeikamen. Wie in Canada oder vielleicht sogar schöner?Eigentlich hätten wir uns den Stress ein zweites Mal bis zum Gipfelkreuz aufzusteigen ersparen sollen, denn der Orkanwind bläst nun noch stärker. Doch Phurba ist da irgenwie ein wenig pervers und genießt diesen Tripp ;°)

Wir brauchen wieder gleich lange und haben heute 1.850 Hm in den Beinen. Bei der Abfahrt spüre ich deshalb auch jede Faser meiner Oberschenkel.

Der beste Cappucco beim Pardeller in Steinach rundet diesen schönen Tag dann noch so richtig ab, der Service ist grandios.

 

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.