Monte Cadria 2.254 m.ü.d.M und Westgipfel 2.135 m.ü.d.M, Gratwanderung hoch über dem Ledrosee

Die letzten Tage waren ganz schön anstrengend, aber glücklicherweise schläft es sich in Phurba´s Bus ganz hervorragend. Auf geht es zu einer neuen Tour in unserem verlängertem Wochenende am Gardasee!Für heute hat Phurba den Monte Cadria incl. Westgipfel für uns ausgesucht, der höchste Gipfel in den Gardasee Bergen mit etlichen Stellungen aus dem 1. Weltkrieg. Wir fahren ins Val dei Molini und parken auf dem kleinen Wanderparkplatz auf 950 m.ü.d.M.

(Die perfekte Tourenbeschreibung von Alpenvereinaktiv findest du hier)
über herrliche wenn teilweise auch steile Wege erreichen wir…
bald  Malga Vies auf 1.556 m.ü.d.M. Um diese Jahreszeit ist keine Seele unterwegs, die gehen lieber in Schaaren im Sommer, wir jedoch lieben die Ruhe und Besinnlichkeit des Spätherbst. Die alten Laufgräben des 1. Weltkrieges, grober Schotter aber geschützt vom Fels, so ziehen wir hoch….  und passieren die links liegende Malga Cadria auf 1914 m.ü.d.M. Auf dem Rückweg kommen wir rechts oberhalb der Hütte über den Westgipfel retour, um erneut links auf den von Gräben und Stellungen durchlöcherten Berg aufzusteigen.Einfach traumhaft die Ruhe hier. Den Kamm entlang gehen wir genussvoll dahin, bis auf dem zweiten, kleineren Zapfen das Gipfelkreuz des Monte Cadria zu sehen ist.
Die Vorstellung hier oben bei eisiger Kälte in felsigen Stellungen auf den Feind zu warten, treibt uns immer wieder einen Schauer über den Rücken. Wie wir so auf den Felsen herumklettern bleibt uns doch glatt versehentlich ein Edelweiss zwischen den Zähnen hängen. Die wachsen im Sommer hier Büschelweise, ich hoffe das geht in Ordnung. Der Zustieg zum Gifpel ist teilweise Seilversichert, immer mit Blick auf die herrlichen Gardasee Berge die Wolken verhüllt den Horizont erfüllen. Der Monte Cadria auf 2.254 m.ü.d.M. Es ist schon ein schöner Fleck Erde hier, und wir dürfen daran teilhaben. Für die ca. 1.300 Hm brauchten wir ca. 2,5 Stunden. Das gemeinsame Gipfelfoto hab ich leider vermurkst.Wir gehen nicht wie in der Tour von Alpenvereinaktiv beschrieben retour, sondern die Runde am Grat entlang. Der steile Gras-Rücken könnte wenn er nass und rutschig ist, ganz schön gefährlich werden.  Von hier aus kann man den Rückweg zur Malga Cadria über den Westgipfel, der rechts oberhalb thront, sehr gut abschätzen. Der Blick zurück auf den Monte Cadria macht deutlich, wie steil der Gras-Rücken wirklich war, die linke Seite ist dann schon freier Fall ;°)Phurba steht am Westgipfel und knipst ein sehr gutes Bild von mir und dem Rest der Welt.
Wir steigen ab um noch die Stellungen, Gräben und Höhlen des 1. Weltkrieges auf dem gegenüberliegenden Berg anzuschauen, rechts nicht zu sehen die Malga Cadria. Die Gardasee Berge wurden im Krieg wahrscheinlich alle durchlöchert, aber der hier sieht einem Termitenhügel ähnlich.
Phurba blickt den Grat der Bergkette entlang. Von hier aus sieht man die komplette heutige Runde. Hinten der Monte Cadria, und links vorne der Westgipfel. Mittig erkennt man das graue Dach der Malga Cadria auf 1914 m.ü.d.M. das wir heute von allen Seiten betrachten durften. Den Abstieg nehmen wir dann direkt, denn sonst hätten wir weit retour gehen müssen. Bei richtiger und vorsichtiger Wegwahl kein Problem.Die letzten drei Tage haben wir ordentliches geleistet, aber mir geht es eigenartiger Weise von Tag zu Tag besser! Die Energie der Bergwelt hat mich sozusagen „auf die Beine gebracht“ Morgen noch eine letzte Tour auf „der Kante“ oberhalb vom Gardasee, ich freue mich jetzt schon.

Die heutige Tour dauerte ca. 6 Stunden bei knapp 1.600 Hm im Aufstieg und ca. 15 Km Weglänge.

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